Klopfakupressur erlernen

Üblicherweise erlernt man zunächst die Klopfakupressur-Grundtechnik, meist per Workshop und Seminar, manchmal aber auch per Buch oder Videobeitrag. Falls man eine psychische Erkrankung hat, die behandlungsbedürftig ist, sollte man mit seinem Therapeuten darüber sprechen, ob die Klopftechnik angezeigt ist. Bei manchen Erkrankungen empfiehlt sie sich nicht. Das Gleiche gilt für einige körperliche Erkrankungen, bei denen man nicht unbedingt bestimmte Meridianpunkte anregen sollte. Das nämlich könnte die Krankheitssymptome verschlimmern. Daran sieht man, wie effektiv die Meridianpunkte funktionieren. Ansonsten aber kann man die Klopfakupressur als gesundheitsförderliche Selbsthilfetechnologie ansehen, für die man keinerlei Hilfe benötigt.

Die Meridianpunkte kann man nicht nur nadeln…

Natürlich kann es nicht sinnvoll sein, einfach irgendwelche Körperteile abzuklopfen. Man sollte schon wissen, welche Meridiane wo verlaufen und welche Reihenfolge man beim Klopfen beachtet. Das ist eigentlich ganz einfach. Denn erstaunlich viele Probleme und Blockaden haben mit unserer Psyche zu tun. Wir stehen uns selbst gerne im Weg, indem wir Ängste, Vorbehalte und Abneigungen gegen etwas haben, meist unbewusst. Sie tauchen dann als körperliches Symptom, schlechte Laune oder innere Angespanntheit auf. Der Erfinder der EFT-Klopfakupressur erkannte, dass man Meridianpunkte nicht nur nadeln oder pressen kann, sondern denselben Effekt auch durch Klopfen erzielt. Die Methode verlangt lediglich, dass man sich beim Beklopfen der Meridianpunkte mit seinem Problem verbindet, um es aufzulösen. In vielen Fällen, so Gary Craig, liegt einem Problem, einem Schmerzsymptom oder einer Allergie ein blockierter Energiefluss zu Grunde. Bringt man die Energie wieder zum fließen, geht die Lösung des Problems von ganz alleine von Statten.

Blockaden energetisch befreien

Früh verinnerlichte Glaubenssätze, selbst angelegte Programmierungen und ständig wiederholte Gedankenschlaufen können zu inneren Automatismen führen. Wir meinen, spontan zu handeln, vorurteilsfrei zu entscheiden und authentisch zu sein, folgen aber meistens unseren inneren Mustern. In gewissem Sinne werden wir von einer Art innerem Autopilot gesteuert, wenn wir nicht vollkommen bewusst sind. Und das sind wir die meiste Zeit nicht. Alle anderen gedanklichen Wege sind darum blockiert. Unser Organismus macht uns zuweilen durch Ängste, allergisches Geschehen oder Schmerzen auf solche Problemfelder aufmerksam. Mit der Klopfakupressur können wir solche Blockaden energetisch befreien und werden dann auch den Schmerz los. Niemand muss dabei sein, keiner schaut uns zu. Wir akzeptieren uns zu Beginn einer Behandlungssequenz so, wie wir sind. Dann benennen wir das Problem möglichst exakt und lösen es durch Klopfen auf den Meridianpunkten auf. Man kann bei Bedarf mehrere Runden Klopfakupressur nach vorgeschriebenem Muster machen, je nachdem, wie gravierend man das Problem zu Beginn der Behandlung auf einer Skala von 1-10 bewertet hatte. Insgesamt werden pro Runde 10 Stationen abgeklopft. Am Ende der Sequenz stehen der Karate- und der Gamutpunkt. Hat man alle abgeklopften Meridianpunkte im Kopf oder auf einem kleinen Zettel notiert, kann man sich in jeder Lebenslage helfen.

Viele ausgebildete Therapeuten und Heilpraktiker geben ihren Patienten die Klopfakupressur an die Hand – unter anderem auch, damit sie ohne die Hilfe des Therapeuten an ihren Problemen arbeiten können. Kein Therapeut ist daran interessiert, seine Patienten abhängig zu machen. Im Gegenteil: Hilfe zur Selbsthilfe ist die wichtigste Unterstützung, die Therapeuten bieten können. Davon unbenommen gibt es natürlich Probleme, die ärztlicher oder therapeutischer Unterstützung bedürfen.

Bildnachweis: © vege – Fotolia.com

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